Funktionsdiagnostik

Das Kauorgan – Ein Organ und nicht nur Zähne

Neben Ihren Zähnen kümmern wir uns selbstverständlich um das gesamte Kauorgan. Es ist ein sehr komplexes System aus Zähnen, Knochen, Muskeln, Sehnen durchblutet von einer Vielzahl von Gefäßen und innerviert von Nerven.

Immer häufiger kommt es zu Funktionsstörungen des Kauorgans, diese reichen vom Zähneknirschen über HWS-Probleme bis zu chronischen Kopfschmerzen und Tinnitus. Ursachen für die sogenannte „CMD“ (cranio-mandibuläre-Dysfunktion) können Fehlstellungen der Zähne, zu hohe Füllungen oder unphysiologisch gestalteter oder abgenutzter Zahnersatz sein.

Häufig erfolgt Stressverarbeitung über die Zähne. Durch meist nächtliches Knirschen oder Pressen „beißt“ man sich sprichwörtlich durch den Alltag. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Probleme und finden die geeignete Therapie.

Anatomie

Die Zähne sind nicht fest mit dem Knochen verbunden, sondern im Knochen durch eine Zementschicht, Fasern und Bänder im Knochenfach (Alveole) aufgehängt. Eine gut durchblutete Schleimhaut überzieht den gesamten Zahnhalteapperat. Der Oberkiefer ist im Gegensatz zum Unterkiefer fest mit dem Schädel verknöchert. Der Unterkiefer ist als ein Knochen über die beiden Kiefergelenke im Gesichtsschädel eingehängt. Dieser ist der bewegliche Teil des Gesichtsschädels. Der seitliche Teil des Schädels spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle für das Funktionieren des menschlichen Kauorgans. Der Unterkiefer wird durch das Zusammenspiel der 4 Kaumuskeln bewegt. Die beiden Kiefergelenke sorgen dafür, dass sich der Unterkiefer zur Schädelbasis bewegen kann. Eine Gelenkkapsel umschließt fast das gesamte Gelenk und trägt Sorge, dass Bewegungen nur in einem definiertem Rahmen stattfinden können.

Kiefergelenke

Das Kiefergelenk hat aufgrund seiner Bewegungsmöglichkeiten eine Sonderstellung im menschlichen Körper. Neben einer reinen Rotation des Gelenkkopfes ist auch eine zusätzliche Gleitbewegung möglich. Ohne Funktionsstörungen hängt der Unterkiefer bei entspannter Muskulatur mit ca. 3-5mm Abstand zum Oberkiefer in Ruhe in der sog. Ruhe-Schwebe-Lage. Der Gelenkkopf liegt dabei zentral in der Vertiefung der Gelenkscheibe. Die Bewegungsabläufe funktionieren auf beiden Seiten harmonisch und schmerzfrei, ohne Knirsch-, Reibe-, oder Knackgeräusche.

Therapie

Da Ihr Wohlbefinden durch eine CMD stark eingeschränkt sein kann ist eine Therapie unbedingt anzuraten. Ohne geeignete Therapie sind die Beschwerden häufig nicht in den Griff zu bekommen. Die Therapiemaßnahme der Wahl besteht nach ausführlicher Diagnostik in der Regel aus einer Unterbrechung des Zahnkontaktes mittels Aqualizer oder Sofortschiene. Dies sorgt für eine Entspannung der Muskulatur. Wir geben Ihnen eine detaillierte Anleitung, wie Sie durch geeignete Massageübungen und Wärmebehandlung diesen Prozess zusätzlich unterstützen. Akute Beschwerden sind damit bald rückläufig. In Zusammenarbeit mit qualifizierten, besonders auf CMD spezialisierten Physiotherapeuten und Osteopathen finden wir in schwereren Fällen den Weg zurück in einen entspannteren, schmerzfreien Alltag.

Gehen Sie mit uns den Weg zur oralen Gesundheit.

Sie verbessern damit entscheidend Ihre Allgemeingesundheit, Ihr Wohlbefinden und Ihre gesamte Lebensqualität.